Im Oktober 2024 hat uns ein Gast eine Bewertung geschrieben, in der ein Wort stand, das wir selbst nie benutzt hatten: Das Frühstück sei „lecker und nachhaltig“. Wir haben uns gefreut – und gleichzeitig gemerkt, dass wir darüber eigentlich nie sprechen.
Also holen wir das hier nach. Ohne Siegel, ohne grünes Blatt im Logo und ohne große Worte: Das ist, was wir tun – und weiter unten steht ehrlich, was wir nicht tun.
Strom und Wärme kommen vom eigenen Dach
Auf unserem Dach liegt eine Photovoltaikanlage, geheizt wird mit einer Wärmepumpe. Das ist die unspektakulärste Entscheidung in diesem Text und zugleich die wirksamste: Ein Haus mit acht Einheiten verbraucht das ganze Jahr über Energie – für Warmwasser, für die Heizung, für die Waschmaschinen. Wo dieser Strom herkommt, entscheidet mehr als jede Einzelmaßnahme.
Wer mit dem E-Auto anreist, lädt bei uns an einer Wallbox mit Typ-2-Anschluss. Ein Kabel liegt bereit, mitbringen müssen Sie nichts. Das Laden kostet eine Pauschale von 30 Euro je Ladevorgang – sagen Sie uns am besten schon bei der Buchung Bescheid.
Der kürzeste Weg ist der, den man zu Fuß geht
Vom Haus zum Haupteingang des Phantasialands sind es zehn Gehminuten. Das ist unser bekanntester Vorteil, und nebenbei der größte Beitrag, den ein Aufenthalt bei uns leistet: Kein zweites Mal ins Auto steigen, keine Parkplatzsuche, kein Motor, der morgens und abends für zwei Kilometer läuft.
Es geht sogar ganz ohne Auto: Mit der Bahn bis Brühl, von dort mit dem Phantasialand-Shuttle bis zum Park – und die letzten Meter zu uns zu Fuß. Die Wegbeschreibung schicken wir Ihnen gern vorab.
Am Frühstückstisch: nichts in kleinen Plastikbechern
Wer schon einmal in einem Hotel gefrühstückt hat, kennt die kleinen Plastikschälchen: Marmelade, Butter, Honig, Nutella – jedes Mal eine Verpackung, jedes Mal halb leer weggeworfen. Das gibt es bei uns nicht. Simone macht die süßen Aufstriche selbst, den Schokoaufstrich ebenso, und alles kommt in Schälchen und Gläsern auf den Tisch.
Die Eier sind Bio-Eier. Der Apfelsaft kommt vom Hof Schmitz/Hübsch, ein paar Minuten von uns entfernt – dort gibt es auch ein Apfelcafé und einen Hofladen, den Sie besuchen können. Und der Klassiker, den Gäste in ihren Bewertungen am häufigsten erwähnen, ist ohnehin selbst gebacken: unser Bananenbrot.
Wasser aus dem Kühlschrank statt aus der Einwegflasche
In unserem Gästekühlschrank steht kostenloses gekühltes Trinkwasser – für alle Gäste, jederzeit. Wir stellen bewusst keine kleinen Einwegflaschen in die Zimmer, wie es viele Häuser tun. Einweg-Getränkeflaschen gibt es bei uns gar nicht, auch nicht im Verkauf.
In den Zimmern steht eine Nespresso-Maschine. Die Kapseln dafür sind recycelbar – nicht die perfekte Lösung, aber eine deutlich bessere als die üblichen.
Handtücher: alle zwei Tage statt jeden Tag
Wir wechseln Handtücher nicht täglich, sondern alle zwei Tage – so wie wir auch die Zimmer im Rhythmus von zwei Tagen reinigen. Ein Handtuch, das nach einmal Händewaschen in die Wäsche wandert, kostet Wasser, Strom und Waschmittel, ohne dass jemand etwas davon hat.
Und ganz klar: Wenn Sie frische Handtücher früher möchten, bekommen Sie sie. Ein Wort genügt, zu jeder Zeit. Umweltschutz hört da auf, wo er zur Vorschrift für Gäste wird.
Was wir nicht tun
Dieser Abschnitt gehört genauso hierher wie die anderen.
Unsere Wurst, unser Käse und unser Brot kommen nicht aus der Region. Wir kaufen sie zu, wie die meisten Häuser unserer Größe. Es wäre schön, das anders sagen zu können – aber es stimmt nun einmal nicht, und ein Gast, der wegen eines solchen Satzes bucht, merkt das am ersten Morgen.
Wir tragen auch kein Nachhaltigkeitssiegel und nennen uns nicht „Öko-Hotel“. Wir sind ein Bed & Breakfast mit acht Einheiten, geführt von zwei Menschen, die versuchen, das Naheliegende richtig zu machen: keine unnötigen Verpackungen, keine unnötige Wäsche, keine unnötigen Autofahrten, und Strom und Wärme vom eigenen Dach.
Wenn Ihnen dabei etwas auffällt, das wir besser machen könnten: Sagen Sie es uns. Am Frühstückstisch, per WhatsApp oder über unser Kontaktformular. Die besten Hinweise auf das, was in einem Haus nicht rundläuft, kommen ohnehin von den Menschen, die darin übernachten.
Wir sind Simone und Sascha – hier finden Sie unsere freien Termine.