Stadt Köln

„Kölle ming Kölle ich han ming Hätz an dich verlore!“

Kölsche Lebenslust und Herzlichkeit suchen rund um den Erdball ihresgleichen. Wer einmal in den Genuss der Gastfreundschaft des Kölner Volkes gekommen ist, den wird es immer wieder hierher ziehen. Egal ob man zum ersten, fünften oder zwanzigsten Mal in die Metropole am Rhein kommt, in jedem Kölschen Veedel, wie ein echter Kölner sein Viertel nennt, gibt es etliche hübsche Plätze und Ecken, die einen immer wieder aufs Neue von der Pracht dieser Stadt überzeugen.

Kanu auf dem Rhein (c) Dieter Jacobi Köln Tourismus GmbH

(c) Dieter Jacobi / Köln Tourismus GmbH

Köln Innenstadt – Kölner Dom im Mittelpunkt

Die Straßen und Plätze rund um Dom und Hauptbahnhof bilden den Hauptknotenpunkt für Touristen aus aller Welt. Die Innenstadt erstreckt sich, verbunden durch die „Liebesbrücke“, an dessen Geländer Verliebte ihre Liebe mit Schlössern besiegeln, über beide Rheinseiten. Als Wahrzeichen der Stadt ist der Kölner Dom natürlich ein Must-see für jeden Besucher. Von der Domplattform aus hat man in quasi alle Himmelsrichtungen Straßen, Gassen und Plätze, die Einkaufs- und Schlemmermöglichkeiten bieten und Touristenherzen höher schlagen lassen. Wer es ein wenig ruhiger möchte und dem Touri-Rummel gerne auch entflieht, der sollte Schildergasse und Co meiden und in den abgelegeneren Nebenstraßen flanieren. Besonders hübsch sind die Läden auf der Ehrenstraße. Zwar lässt sich das Portmonee hier nur schwer schonen, das Stöbern ist in den Gassen dafür umso schöner. Ein besonderes Highlight ist die Buchhandlung Walther König. Nebst Philosophie-Fachbüchern und Kunst-Schmökern, kann man hier Nachmittage damit verbringen in herrlichen Bildbänden und Fotobüchern zu blättern. Wer sich lieber erst am Abend in die Innenstadt aufmacht sollte sich unbedingt das Programm des Gloria-Theaters in der Gegend um das Schokoladenmuseum angucken. Das ehemalige Kino bietet Theatervorstellungen, Partyreihen und Konzerte in charmanter Atmosphäre.

Shoppingstraße Schildergasse und Hohe Straße (c) Andreas Möltgen KölnTourismus GmbH

(c) Andreas Möltgen KölnTourismus GmbH

Agnesviertel – Kirche St. Agnes

Das an die nördliche Altstadt angrenzende Angesviertel ist am besten mit den Stadtbahnen 12 oder 15 über den Erbertplatz zu erreichen. Umgeben wird das Veedel von der Inneren Kanalstraße, dem Theodor-Heuss-Ring, dem Rheinufer und dem Mediapark. Als herausragendes Wahrzeichen wie auch als Namensgeber gilt die Kirche St. Agnes. Das katholische Gotteshaus hatte zu Beginn des 20. Jahrhunderts Peter Joseph Roeckerath im Gedenken an seine verstorbene Frau Agnes errichten lassen. Lediglich vom Kölner Dom überragt ist das gotische Bauwerk die zweitgrößte Kirche Kölns. Tagsüber laden die Altbauten rings um die Agneskirche, der Lentpark sowie der Reichensperger Platz zu einem gemütlichen Spaziergang durch’s Veedel ein.

Eigelstein – die ursprünglichsten Flecken von Köln

Kölle Alaaf! Das Viertel rund um die Eigelsteintorburg ist vor allem während der Karnevalstage Hochburg der Narren und Jecken. Mit den Linien 12 und 15 einfach bis zum Eberplatz fahren, dann zu Fuß gen Norden gehen, dort beginnt das „Eiljesteinsveedel“, wie die Kölner es liebevoll nennen. Das älteste Bauwerk ist die Eigelsteintorburg. Im späten Mittelalter als Teil der Kölner Stadtmauer errichtet, gehört sie neben der westlichen Hahnentorburg, der südlichen Severinstorburg sowie der Ulrepforte am Sachsenring zu den bis heute erhaltenen Teilstücken. Die kleinen, in den Eigelstein mündenden Seitenstraßen zählen zu den ursprünglichsten Flecken der Stadt. Wen es hier her verschlägt, der sollte sich eine Portion Himmel&Ääd samt frisch gezapftem Gaffel Kölsch nicht entgehen lassen. Das Viertel ist bekannt und beliebt für seine urigen Brauhäuser und Gaststätten, die mit heimischen Spezialitäten jeden Touristen von der rheinischen Küche zu überzeugen wissen.

Severinsviertel – das Ur-Herz von Köln

Der Endpunkt des famosen Kölner Rosenmontagszuges ist nicht nur das Ur-Herz der Stadt, sondern auch Aushängeschild für die ausgelassene Lebenslust der Südstädter. Direkt am Rheinufer liegend fährt man mit der Linie 15 am besten zum Chlodwigplatz, um das Severinsviertel von dort aus zu erkunden. Historisches Überbleibsel ist die Severinstorburg, die direkt zwischen Chlodwigplatz und Kartäuserwall steht. Im September findet hier jährlich „Dä längste Desch vun Kölle“ statt, ein Straßenfest, das mit Musik, Speis und Trank bis hinauf zur Severinsbrücke reicht. Ein weiteres, sehr traditionsreiches Bauwerk ist das Bürgerhaus Stollwerck. Die ehemalige Schokoladenfabrik bietet in den altehrwürdigen Räumen genug Platz für Konzerte, Partys und Theateraufführungen und ist bei Jung und Alt ein sehr beliebter Kulturtreffpunkt. Das Severinsviertel hat aber nicht nur zu Karneval und im Sommer seine Highlights zu bieten. Kommt man während der Vorweihnachtszeit, sollte man dem „Trüffel Ullrich“ unbedingt einen Besuch abstatten. Ganzjährig werden dort leckere Trüffel, Pralinen und Tees aus hauseigener Herstellung angeboten, besonders zu Weihnachten erstrahlt der Laden aber in so festlicher Stimmung wie man es eigentlich nur noch aus Kinderbüchern kennt. Und wer sich die feinen Naschereien nicht nur selbst schmecken lassen möchte, kann hier nach Herzenslust Mitbringsel für die Liebsten zu Hause finden.

Belgische Viertel – urban, jung, dynamisch

Das Herz des Belgischen Viertels ist der weitläufige Brüssler Platz. Im Sommer tummelt es hier am Abend nur so von Kölnern, die ihr Feierabendbier genießen und den neusten Klatsch und Tratsch untereinander verbreiten. Eingegrenzt von der Aachener Straße und dem Bahnhof West, erreicht man das Belgische am besten mit den Linien 12 und 15 über den Rudolphplatz oder mit den Linien 3 und 4 über die Haltestelle Hans-Böckler-Platz/Bhf. West. Das sehr hippe Veedel ist vor allem unter Studenten und jungen Leuten beliebt, auf den Geschmack kommen hier aber alle Generationen. In Clubs wie dem Reinecke Fuchs, Subway und Roxy werden die besten Partys gefeiert, im Hallmackenreuther gibt’s die leckersten Drinks der Stadt, im Salon Schmitz schmecken der Nachmittagskaffee und kleine Snacks besonders gut und bei Madame Miammiam kann man sich an aufwändigstem Back- und Naschwerk satt sehen und essen. In den umliegenden Straßen haben sich junge Designer und Künstler Platz für ihre Kreativität geschaffen. Stundenlang kann man in den Galerien, Plattenläden und Vintage-Stores in den Straßen mit den belgischen Namen verweilen. Wer also auf der Suche nach Stilrichtungen der alternativen Strömung ist, wird im belgischen Viertel mit Sicherheit fündig.

Mediapark – vielseitige Möglichkeiten

Als Kölner fährt man entweder in den Mediapark, um dort in eines der Büros zur Arbeit zu gehen oder um sich am Abend einen der neusten Blockbuster im Kino anzukucken. Der Cinedom ist neben etlichen kleineren Kinos der größte Moviepalast der Stadt und bietet für jeden Geschmack und jede Generation stets die richtige Auswahl an Filmen. Wer danach noch auf einen Absacker gehen möchte, der hat im 149 Meter hohen KölnTurm die Möglichkeit seinen Longdrink im Osman 30 zu schlürfen. War man tagsüber zu faul die 533 Stufen bis zu den Domspitzen zu erklimmen, kann man sich hier mit dem Lift auf die 30. Etage des Towers hinauffahren lassen und von dort eine einmalige Aussicht über Köln genießen.

Rheinauhafen (c) Tobias Kruse

(c) Tobias Kruse

Rheinauhafen – denkmalgeschützte Gebäude und moderne Architektur

Erst vor ein paar Jahren wurde die ehemals brach liegende Hafenanlage umgestaltet und entwickelte sich zu einem der attraktionsreichsten Viertel der Stadt. Hier grenzen moderne Wohn- und Bürogebäude an zahlreiche Cafés, Restaurants und Galerien. Die Gegend ist geprägt von der Koexistenz denkmalgeschützter Gebäude und moderner Architektur. Mittelpunkt der jungen linksrheinischen Flaniermeile sind die drei etwa 60 Meter hohen Kranhäuser, auf die man besonders bei einer Überfahrt mit der Stadtbahn über die Severinsbrücke (Linie 3 und 4) eine tolle Aussicht genießen kann. Zum Rheinauhafen gelangt man mit den Linien 1, 7, 8 und 9 über die Haltestelle Heumarkt. Aber auch zahlreiche Schiffe an den Anlegern bieten zahlreiche Überfahrten an. Wer eher einen ruhigen Nachmittag sucht, ist vor allem mit einer Schiffsrundfahrt genau richtig bedient. Gemächlich wird dann mit dem Schiff den Rhein entlang gefahren.

Für einen Spaziergang entlang des Rheins sollte man sich vor allem bei gutem Wetter ausreichend Zeit nehmen. Auf etwa halben Wege zu den Kranhäusern liegt das Imhoff-Schokoladenmuseum. Neben der Veranschaulichung der Schokoladenherstellung von der Kakaobohne bis zum fertigen Produkt beim Verbraucher, bietet das Museum auch eine große Auswahl an allerlei Leckereien aus der Schokoladen-Welt im hauseigenen Shop. Auf jeden Fall einen Besuch wert und einer unserer zahlreichen Ausflugstipps im Rheinland.